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Playlist Kopfhörer 2018-01-17

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Die Playlist für den “Kopfhörer” bei Radio Darmstadt (RadaR) am 7. Januar 2018 — ein Best of 2017 Mix

Kopfhörer 2018-01-07 – 21-23 Uhr
# Title Artist Album Year
1 水木 MZKY 1000 Golden Kannon [DMT490] 2017
2 Umakhelwane Nduduzo Makhathini & The Cure Collective Ikhambi 2017
3 Blood On Me Sampha Process [YT158] 2016
4 Fruitflies Gabriel Garzón-Montano Jardín [STH2381LP] 2017
5 Molten Landscapes Max Cooper Chromos [MESH003] 2017
6 Needle and Thread Objekt Bleep: 100 Tracks 2017 2017
7 Pick Six GILA Pick Six EP [DEV001] 2017
8 Unnatural Instinct Belief Defect Decadent Yet Depraved [RM 178-3] 2017
9 Lotos Land Sascha Funke Lotos Land [ENDLESSFLIGHT79] 2017
10 Karawane Torben Unit Torben Unit [M$LP005] 2017
11 Celsius WOZ Grains 2017
12 Rails patten Requiem [WAP402D] 2017
13 Thirsty Ivy Lab Peninsula [CRIT096] 2017
14 Alafin Ariwo Ariwo [MANANA002LP] 2017
15 Dread Risk Yally Dread Risk | U-Eff-O [DIAG037] 2017
16 1% Jlin Black Origami [ZIQ376] 2017
17 Salt Point 29 Noer the Boy Mechanism [self] 2017
18 Fugazi (feat. Elif Dikec) Gantz Dying on Acid [MEDI099] 2017
19 魅月 MZKY 1000 Golden Kannon [DMT490] 2017

Kopfhörer Alben des Jahres 2017

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Hier nun also die angesprochenen “Best of” Liste. Im Grunde hinfällig zu erwähnen, aber der Vollständigkeit halber trotzdem der Hinweis, dass dies natürlich eine absolut subjektive Auswahl von Alben ist, die euch im Grunde nur auf die eine oder andere Sache neugierig machen sollte.
War es in der Vor-Internet-Zeit noch so, dass man stark von dem Zulieferer seines Vertrauens oder der Radiostation abhängig war geht es uns Musikinteressierten Menschen wahrscheinlich allen ähnlich: man ertrinkt in dem Ozean der wunderbaren Musiken. Eine eigentliche Übersicht, sei es für z.B. nur für bestimmte Stile, ist im Grunde nicht möglich.
Also ist das Alles nicht mehr Abbild von den interessanten Alben, sondern eine Auswahl an Musik welche mich bewegt hat. Ohne die Nachzügler die ich via den anderen Listen noch entdecken mag.

Wie zuvor, alphabetisch geordnet. Und wie ich feststellen konnte dann wohl doch mit einer Konsensplatte; die interessanter Weise aus dem Bereich Footwork stammt — knapp sieben Jahre ist es her, dass ich an den Plattentellern noch Nachfragen bekam was für einen Stil ich denn da spiele.

Belief Defect “Decadent Yet Depraved”

Tiefe, teils böse Bässe in perfekter Soundqualität — aber etwas ungewohnt, auf dem Label Raster. Moe Espinoza und Luis Flores haben auf ganz unterschiedlichen Bereichen über 10 Jahre hinweg ihre Spuren hinterlassen. Das Werk “Decadent Yet Depraved” kam dagegen fast aus dem Nichts. Bassmusik mit der Härte des Techno und Industrial. Böse und gut.

Chinese Man “Shikantaza”

Breaks, Dub, Trap, Hip Hop — you name it. Ein breites “Crossover” innerhalb der Familie. Teils soulig tanzbar, teils fast an eine Filmmusik erinnernd und zwischendrin im klassischen Hip Hop verorted. Ein schöner Hybrid für Party, Tanzboden oder Hifi-Couch.

End.User “Left”

Ein wenig habe ich mich geschämt, dass ich sowohl den Künstler “End.User” noch ggf. unbekannter Weise seine Tracks aus der Spätzeit des Breakcore gekannt habe. Diese wieder aufgelegte Compilation, schon ein Nachbrenner in 2008 holt mich zurück in die Endjahre des letzten Jahrzehnts bzw. der interessanten Weiterentwicklungen des Drum & Bass in einer Zeit in der ich mich mehr auf den Dubstep konzentriert hatte. Spätentdeckung, aber meiner Meinung nach wertvoll und komplett auf der Höhe der Zeit.

Gila “Pick Six”

Zwei Jahre habe ich auf Pick Six, den Titeltrack gewartet. Vorher immer nur als Teaser im Radio zu hören. Diese EP ist konzentrierte Beats- und Bass-Musik. Sechs Tracks. Mehr braucht es nicht. Killer.

Jlin ‎”Black Origami”

Bereits angetan von den früheren Veröffentlichungen der Footwork-Künstlerin, die alle schon im Plattenschrank stehen, hatte ich bereits nach der Vorhöre der ersten drei Tracks wiederum auf den Bestellknopf gedrückt. Wer wissen möchte wie Footwork 2017 sich anhört der kommt an dieser Platte nicht vorbei.

Noer The Boy ‎”Mechanism”

Die kleine, unerwartete Überraschung in dieser Liste. Unwissend zu DJ Shadow gehend spielt auf einmal sein Labelkollege live ein Set zwischen Breaks, Beats, Industrial und Bass-Musik, so dass der Meister selbst einige Schwierigkeiten hatte der Qualität zu folgen – was wohl beabsichtigt war, sich selber etwas Feuer unter dem Hintern zu geben (BTW: er beherrscht die neuen Sounds ebenfalls). Die VÖ “Mechanism” fängt diese Dimension sehr gut ein. Ich bin gespannt was von Noer The Boy in der Folge kommt.

Orson Hentschel ‎”Electric Stutter”

Weniger im Bereich der Minimal Music verhaftet als sein ebenfalls toller Vorgänger, hält Orson Hentschel die Qualität mit seiner zweiten Veröffentlichung auf Denovali Records. Es kommen diesmal mehr die Erfahrungen der Filmmusiken zum Einsatz. Es bleibt “Intelligent Dance Music”, und zwar auf hohem Niveau. Egal welche Platten des Düsseldorfers aufliegt.

Shackleton & Vengeance Tenfold ‎”Sferic Ghost Transmits”

Shackleton hätte mit seiner Innovation und Qualität auch problemlos im Bereich des Dubstep und Post-Dubstep bleiben können und wäre wahrscheinlich weiter interessant. Aber mit Vengeance Tenfold geht er noch einen Schritt weiter und führt die erste Collaboration mit Vengeance Tenfold von 2011 fort. Afrikanische Einflüsse, leichte ambiente Psychedelik, Tribal-Sounds. Die Platte ist ein einziger, interessanter Rhythmus-Trip. Übertragung erfolgreich gelungen.

Nachzügler: Rainforest Spiritual Enslavement “Ambient Black Magic”

Beim schreiben dieser Liste werde ich langsam vom Bass des Rainforest Spiritual Enslavement massiert. Auflistung aus dem Moment heraus. Hinsetzen, versinken

Interessante Alben aus dem Jahr 2017

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Zweierlei Dinge die ich zugebe: einerseits finde ich diese Rückblicke an einem bestimmten Zeitraum des Jahres im Grunde befremdlich, denn die Natur der Klänge lässt sich nicht einfach in ein 365-Tage Schema pressen. Trotzdem gehöre ich zu den Leuten die über das Jahr hinweg Listen führen mit besonderen Alben oder Tracks. Einfach auch um den Überblick zu behalten oder gewisse Lieblinge automatisch auf dem tragbaren Gerät dabei haben zu können. Einige Veröffentlichungen sind dabei gleich “Top 20xx”, andere noch — gerade wegen akuter Begeisterung über einen oder zwei bestimmte Tracks o.ä. — “Kandidaten”.

Vielfach habe ich die geführten Listen gar nicht auf dieser Seite gepostet. Manchmal weil mir nicht nach einem “Abschluss” war, manchmal aber auch weil ich in den Mengen an neu zu entdeckender Musik auf Grund von anderen Listen schier in Musik ertrunken bin. Dieses Jahr merke ich, dass ich — bis auf eine Veröffentlichung — ziemlich neben dem Mainstream der Subkultur liege. Ein Grund mehr hier nun diese Spielerei zu veröffentlichen. Beginnend mit den “Kandidaten” für die “Best of 2017” Liste. Alphabetisch und zumeist komplett emotional ausgesucht.

Andromeda Mega Express Orchestra “Vula”

Big Band trifft Neue Musik trifft Jazz. Was bereits auf dem Album gut funktioniert wurde auch live belegt.
Die Veröffentlichung beschwingt, kratzt hier und da und fordert zum hinhören. Sehr schön.

Baast “Bazaar”

Afrikanische Klänge, eingepackt in Psychedelic und Improvisation. Vor allem die arabischen Samples haben es mir angetan.

Blanck Mass “World Eater”

Teils dick aufgetragen wie bei einem Rock-Album. Schnelle Beats und Bass-Musik, mit leichten Anlehnungen aus dem Industrial. Trotzdem melodisch.

Gabriel Garzon-Montano “Jardin”

Eines der wenigen Alben mit Gesang in dieser Liste. Vielleicht hat es mich einfach zum richtigen Moment abgeholt. Soulig, mit angenehmen Pop-Anteilen die ganz leicht an Beatles Ausläufer erinnern. Ein Wohlfühl-Album mit Referenzen zu verschiedensten Musikstilen.

Heliocentrics “A World of Masks”

“A Human Zoo” gefällt mir besonders, dieser psychdelisch, krautige Jazz Track. Er umfasst fast die komplette Aura die sich auf dem Album angenehm entfaltet. Downbeat, 60s, Psychedelic. Gute Platte für angenehme Abende mit Lichtspielen und Lavalampen.

Jan St. Werner “Spectric Acid”

Hier wird es mal laut. Experimentelle Klänge zwischen Industrial, Drum & Bass und experimentellen Klangflächen. Wenn man in der richtigen Stimmung ist dann ist diese Platte verhältnismäßig kurzweilig.

Jana Rush “Pariah”

Würde es die Platten von Jlin nicht geben, dann wäre Jana Rush (noch) mehr im Fokus. Pariah ist eine sehr gute home-listening Platte aus dem Bereich des Footwork die teilweise an den hohe Standard eines DJ Rashad herankommt.

Nduduzo Makhathini & The Cure Collective “Ikhambi”

Ein Späteinsteiger in die Liste der möglicherweise über die starke Begeisterung für die ersten zwei Tracks aufmersam macht. Heilung durch Musik ist das passende Motto. Für Fans der Musik von Moondog, Sun Ra oder Pharoah Sanders

Overlook “Smoke Signals”

Betrag aus der Kategorie Drone / Ambient / Drum & Bass. Gerade die darken Töne mit Drum & Bass Rhythmus holen mich in meiner alten Liebe zu düsteren Sounds ab. Trotzdem ist es kein alter Darkstep-Abklatsch sondern eben ein wunderbar düsteres Album nach heutigen Standards ohne die Genres neu zu erfinden oder stark zu erweitern.

Vtgnike “Collection”

Ambiente Downbeats, in Footwork-/Dubstep-Ästhetik. Sehr schöne Entdeckungsreise, ohne besonders reißerisch aufzuschreien. Für die eher stille Entdeckung. Interessanter Hybrid.

Yves Tumor “Experiencing the Deposit of Faith”

Eigentlich eine Zusammenstellung von unveröffentlichten Tracks und Demos. Teils mit entsprechender Klangqualität. Diese Veröffentlichung zeigt die Breite des Künstlers, die bis hin zur Minimal-Music geht. Gerade im rauen Charakter findet sich für mich die Besonderheit. Wert einmal hinein zu hören.

Roundup 2015

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Eine kleine Übersicht der Alben die mich in 2015 erfreut haben, mein Interesse geweckt und oft gespielt wurden.
Die Zeiten sind vorbei in denen ich versuche “alles” vom Jahr mitzubekommen und in Folge der vielen Best-of Listen wird es – erfahrungsgemäß – noch eine Menge interessanter Alben geben die wieder ins Gedächtnis rücken, für mich neu auf der Bildfläche erscheinen oder die ich mit anderen Augen sehen bzw. anders hören werde. Insofern ist es eine Momentaufnahme, bei der sicherlich aktuelle Veröffentlichungen weiter in den Vordergrund gerückt sind – das ist der normale Lauf der Dinge, in Zeiten in denen ich wegen der Veröffentlichungsmenge schon nach wenigen Monaten nicht mehr ohne Hilfsmittel weiß was mich begeistert hat.

Lange Vorrede, kurze Liste (alphabetisch):

  • VA “Ambush EP”
  • Commodo & Gantz & Kahn “Volume 1”
  • Darkside “Psychic Live”
  • Egyptrixx “Transfer of Energy”
  • Ena “Meteor EP”
  • Karmelloz “Silicon Forest”
  • Killawatt “Émigré”
  • mauri “PulsOPtic”
  • Pearson Sound “s/t”
  • Romare “Projections”

Und dann habe ich noch eine Kategorie “im Blickfeld” bzw. “erweiterter Kreis”:

  • AceMo “REDSHIFT”
  • Archie Pelago “Off-Peak”
  • Chevel “Blurse”
  • Floating Points “Elaenia”
  • Jlin “Dark Energy”
  • Laurel Halo “In Situ”
  • Lucrecia Dalt “Ou”
  • Max Richter “SLEEP”
  • The Binary Collective (s/t)
  • Thundercat “The Beyond / Where the Giants Roam”

Alben des Jahres 2013 – Huerco S. “Colonial Patterns”

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Huerco S. “Colonial Patterns” [SFT037]


Colonial Patterns beginnt relativ unauffällig oder unaufdringlich. Die Veröffentlichung, angelegt zwischen Abstract und Deep House entwickelt langsam und gegebenenfalls erst beim wiederholtem anhören seine Besonderheit. Was nach einer Zeit auffällt ist das leicht hypnotische der Tracks, angefangen mit “Plucked from the ground…” aufgenommen und ins Detroit’eske Deep House weitergeführt bei “Quivira”.
Teilweise wird das Ganze aber auch in das Abstrakte, ein “active listening” notwendige übergeleitet; was den genannten Reiz ausmacht. Ein Album zwischen minimalistischem House und Hörentdeckungen, in einer Abwechslung die unterhält, ohne zu unterfordern. Dabei bleiben Spitzen in Form von eindeutigen “Hits” aus, was der Platte eher gut tut.

Alben des Jahres 2013 – Circuit des Yeux “Overdue”

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Circuit des Yeux “Overdue” [Eigenvertrieb]

Overdue beginnt mit reduziertem Streichereinsatz und der prägnanten Stimme von Haley Fohr. Langsam kommt ein knarzender Kontrabass hinzu. Mehr Streicher und langsam füllt sich die Platte. Was dann im Folgenden zu erwarten ist sind vielseitige Einflüsse aus frühen Pink Floyd, dem Drone-Genre, zeitweilig dem Gesangstil einer PJ Harvey, die alle zu einer sehr interessanten Veröffentlichung münden, den Bereichen ‚Experimentell‘ / ‚Avantgarde‘ zuzuordnen.
Während auf der Bandcamp-Seite die bereits guten Tracks der A-Seite des Albums zu hören sind, entfaltet sich die eigentliche Stärke der Platte endgültig zum Ende hin welches in einem psychedelisch dronigen „Hellen you bitch“ endet. Amen.

Alben des Jahres 2013: Donato Dozzy “Plays Bee Mask”

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Donato Dozzy “Plays Bee Mask” [Spectrum Spools SP 029]

Plays Bee Mask” ist eine in sich geschlossene Platte die mehr durch die ineinander verwebten Klänge lebt als von Einzeltracks die hervorstechen. Die Kohärenz macht die Stärke dieser Veröffentlichung aus; nach dem ebenfalls sehr gelungenem Projekt aus 2012, Voices from the lake, ist es eine stimmige Fortsetzung; ambientähnliche, räumliche Klänge, schönen Melodien die einen in eine eigene Welt mitnehmen können und nur noch entfernt verwand sind mit den interessanten Technoklängen die mir Donato Dozzy in den frühen 2000er Jahren nahe gebracht haben.

Zu hören: bei Kerzenlicht, einem guten Buch, mit Blick auf das Meer, mit Kopfhörern in öffentlichen Verkehrsmitteln beim Blick aus dem Fenster, an Regentagen.

[Ergänzung aus dem GROOVE-Magazin

Meine Stadt: Der italienische Produzent Donato Dozzy stellt seine Heimatstadt Rom vor und gibt Tipps für Vinylfans, Nachteulen und Parkliebhaber.
http://bit.ly/1eLDfWc ]