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Interessante Alben aus dem Jahr 2017

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Zweierlei Dinge die ich zugebe: einerseits finde ich diese Rückblicke an einem bestimmten Zeitraum des Jahres im Grunde befremdlich, denn die Natur der Klänge lässt sich nicht einfach in ein 365-Tage Schema pressen. Trotzdem gehöre ich zu den Leuten die über das Jahr hinweg Listen führen mit besonderen Alben oder Tracks. Einfach auch um den Überblick zu behalten oder gewisse Lieblinge automatisch auf dem tragbaren Gerät dabei haben zu können. Einige Veröffentlichungen sind dabei gleich “Top 20xx”, andere noch — gerade wegen akuter Begeisterung über einen oder zwei bestimmte Tracks o.ä. — “Kandidaten”.

Vielfach habe ich die geführten Listen gar nicht auf dieser Seite gepostet. Manchmal weil mir nicht nach einem “Abschluss” war, manchmal aber auch weil ich in den Mengen an neu zu entdeckender Musik auf Grund von anderen Listen schier in Musik ertrunken bin. Dieses Jahr merke ich, dass ich — bis auf eine Veröffentlichung — ziemlich neben dem Mainstream der Subkultur liege. Ein Grund mehr hier nun diese Spielerei zu veröffentlichen. Beginnend mit den “Kandidaten” für die “Best of 2017” Liste. Alphabetisch und zumeist komplett emotional ausgesucht.

Andromeda Mega Express Orchestra “Vula”

Big Band trifft Neue Musik trifft Jazz. Was bereits auf dem Album gut funktioniert wurde auch live belegt.
Die Veröffentlichung beschwingt, kratzt hier und da und fordert zum hinhören. Sehr schön.

Baast “Bazaar”

Afrikanische Klänge, eingepackt in Psychedelic und Improvisation. Vor allem die arabischen Samples haben es mir angetan.

Blanck Mass “World Eater”

Teils dick aufgetragen wie bei einem Rock-Album. Schnelle Beats und Bass-Musik, mit leichten Anlehnungen aus dem Industrial. Trotzdem melodisch.

Gabriel Garzon-Montano “Jardin”

Eines der wenigen Alben mit Gesang in dieser Liste. Vielleicht hat es mich einfach zum richtigen Moment abgeholt. Soulig, mit angenehmen Pop-Anteilen die ganz leicht an Beatles Ausläufer erinnern. Ein Wohlfühl-Album mit Referenzen zu verschiedensten Musikstilen.

Heliocentrics “A World of Masks”

“A Human Zoo” gefällt mir besonders, dieser psychdelisch, krautige Jazz Track. Er umfasst fast die komplette Aura die sich auf dem Album angenehm entfaltet. Downbeat, 60s, Psychedelic. Gute Platte für angenehme Abende mit Lichtspielen und Lavalampen.

Jan St. Werner “Spectric Acid”

Hier wird es mal laut. Experimentelle Klänge zwischen Industrial, Drum & Bass und experimentellen Klangflächen. Wenn man in der richtigen Stimmung ist dann ist diese Platte verhältnismäßig kurzweilig.

Jana Rush “Pariah”

Würde es die Platten von Jlin nicht geben, dann wäre Jana Rush (noch) mehr im Fokus. Pariah ist eine sehr gute home-listening Platte aus dem Bereich des Footwork die teilweise an den hohe Standard eines DJ Rashad herankommt.

Nduduzo Makhathini & The Cure Collective “Ikhambi”

Ein Späteinsteiger in die Liste der möglicherweise über die starke Begeisterung für die ersten zwei Tracks aufmersam macht. Heilung durch Musik ist das passende Motto. Für Fans der Musik von Moondog, Sun Ra oder Pharoah Sanders

Overlook “Smoke Signals”

Betrag aus der Kategorie Drone / Ambient / Drum & Bass. Gerade die darken Töne mit Drum & Bass Rhythmus holen mich in meiner alten Liebe zu düsteren Sounds ab. Trotzdem ist es kein alter Darkstep-Abklatsch sondern eben ein wunderbar düsteres Album nach heutigen Standards ohne die Genres neu zu erfinden oder stark zu erweitern.

Vtgnike “Collection”

Ambiente Downbeats, in Footwork-/Dubstep-Ästhetik. Sehr schöne Entdeckungsreise, ohne besonders reißerisch aufzuschreien. Für die eher stille Entdeckung. Interessanter Hybrid.

Yves Tumor “Experiencing the Deposit of Faith”

Eigentlich eine Zusammenstellung von unveröffentlichten Tracks und Demos. Teils mit entsprechender Klangqualität. Diese Veröffentlichung zeigt die Breite des Künstlers, die bis hin zur Minimal-Music geht. Gerade im rauen Charakter findet sich für mich die Besonderheit. Wert einmal hinein zu hören.

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